piznet-Aktionswoche 2026: Mutig gründen. Klug schützen.
Ein Firmenname, ein Produktdesign, eine technische Lösung: Fast jedes Unternehmen besitzt geistiges Eigentum. In der EU hat jedoch nur rund jedes zehnte kleine und mittlere Unternehmen ein Patent, eine Marke oder ein Design eintragen lassen. Dabei erwirtschaften KMU mit eingetragenen Schutzrechten im Schnitt 44 Prozent mehr Umsatz je Beschäftigten als vergleichbare Unternehmen ohne. Start-ups, die in der Seed- oder frühen Wachstumsphase Patente und Marken anmelden, haben eine bis zu zehnmal höhere Chance, Investorenkapital einzuwerben.
Warum nutzen so wenige KMU diese Möglichkeiten? In einer Befragung des EUIPO nennen Unternehmen vor allem drei Gründe: Sie sehen keinen zusätzlichen Nutzen, sie halten die eigene Idee für nicht innovativ genug, oder sie wissen nicht, wie Schutzrechte funktionieren.
Zwei Stunden für Ihre Situation
Genau hier setzt die piznet-Aktionswoche an. Vom 16. bis 20. November 2026 nehmen sich die Patentinformationszentren bundesweit zwei Stunden Zeit für die konkrete Situation jedes teilnehmenden Unternehmens. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Aktionswoche ist eine gemeinsame Aktion von piznet und dem Deutschen Patent- und Markenamt und Teil der Gründungswoche Deutschland, die vom 16. bis 22. November unter dem Motto „Mutig. Gemeinsam. Machen.“ stattfindet.
Was Teilnehmende mitnehmen:
- eine zweistündige systematische IP-Kurzanalyse ihres Unternehmens,
- eine Einschätzung von Risiken und wirtschaftlichen Chancen ihrer aktuellen IP-Situation,
- Hinweise auf mögliche Schutzlücken und Verletzungsrisiken, etwa ob der geplante Firmen- oder Produktname mit bestehenden Marken kollidieren könnte,
- strategische Empfehlungen für einen wirtschaftlich sinnvollen Einsatz von Schutzrechten,
- einen schriftlichen Audit-Report mit konkreten nächsten Schritten.
Die Gespräche dienen der Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung.
Früh fragen, nicht erst, wenn es zum Problem wird
Wie unterschiedlich die Ausgangslagen sind, hat zuletzt die Innovations-Roadshow 2026 des DPMA und seiner Partner gezeigt. An acht Stationen von Berlin bis Aachen ging es um praktische Fragen: Wann sind Patente, Marken oder Designs sinnvoll? Wann bleibt Know-how besser geheim? Welche Rolle spielen Schutzrechte für Finanzierung und Kooperationen? Eine Schutzstrategie für alle gibt es nicht. Sie muss zum Unternehmen, zum Markt und zum Geschäftsmodell passen.
„Die vielen Gespräche während unserer Innovations-Roadshow haben gezeigt, wie unterschiedlich die Ausgangslagen von Unternehmen sind – und gleichzeitig, wie wertvoll es ist, sich frühzeitig mit dem eigenen geistigen Eigentum auseinanderzusetzen. Man muss nicht schon alle Antworten kennen – wichtig ist, die richtigen Fragen rechtzeitig zu stellen“, sagt Anne Fröhlich, Leiterin der Dienststelle Berlin des DPMA.
„Viele Unternehmen beschäftigen sich erst mit Schutzrechten, wenn ein Wettbewerber ihr Produkt kopiert oder eine Abmahnung wegen des Firmennamens eintrifft. Dann sind die Handlungsmöglichkeiten oft schon eingeschränkt“, sagt Arne Krüger, Vorsitzender von piznet. „In der Aktionswoche klären wir diese Fragen vorher. Das Gespräch ist neutral, findet in der Region statt und kostet nichts.“
So sichern Sie sich einen Termin
Auf unserer Seite zur piznet-Aktionswoche geben Sie Ihre Postleitzahl ein, finden das nächstgelegene Patentinformationszentrum und fragen mit einem Klick einen Termin an. Alternativ schreiben Sie an info@piznet.de. Die Zahl der Termine je Standort ist begrenzt; eine frühe Anmeldung wird empfohlen.
Quellen: EPA/EUIPO, Intellectual property rights and firm performance in the EU (Januar 2025); EUIPO, IP SME Scoreboard 2022; EPA/EUIPO, Patents, trade marks and startup finance (2023). Motiv: DPMA, Glühbirne: Prasert Krainukul/via Getty Images.